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Die Zahlen des Gutachterausschuss lassen einen Trend erkennen:
Trotz rückläufiger Verkaufszahlen werden Immobilien im Münsterland – ob als Einfamilienhaus, Eigentumswohnung oder Baugrundstück – weiterhin zu relativ hohen Preisen gehandelt.
Weniger Verkäufe, aber höherer Gesamtumsatz
Im Kreis Borken sank die Anzahl der Immobilienverkäufe von rund 3.500 im Jahr 2020 auf etwa 2.600 im Jahr 2024 – ein Rückgang von knapp 30 %. Gleichzeitig stieg der Gesamtumsatz um rund 6 % auf etwa 700 Mio. €. Diese Entwicklung zeigt, dass auch wenn weniger Immobilien den Besitzer wechseln, der Vertrieb einer Immobilie im Münsterland weiterhin attraktiv für Verkäufer ist.
Zentrale Kennzahlen:
Verkäufe: ca. 2.600 (–30 % im Vergleich zu 2020)
Geldumsatz: ca. 700 Mio. € (+6 %)
Tiefstand bei Baugrundstücken für Einfamilienhäuser
Ein besonders auffälliger Trend ist der Rückgang beim Verkauf von Baugrundstücken für Einfamilienhäuser – ein wichtiger Faktor für Eigentümer, die ihre Immobilie in Gronau verkaufen möchten.
Nur etwa 150 Baugrundstücke wurden 2024 gehandelt, was einen Tiefstand seit zehn Jahren markiert.
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt stabil bei ca. 183 €/m² – mit vereinzelten, moderaten Preissteigerungen in einzelnen Orten des Münsterlandes.
Entwicklung bei Wohnimmobilien
Auch die klassischen Wohnimmobilien zeigen differenzierte Tendenzen, die sowohl für Käufer als auch Verkäufer relevant sind:
Einfamilien- und Zweifamilienhäuser:
Rund 665 Objekte wurden verkauft.
Der durchschnittliche Kaufpreis sank von ca. 362.000 € auf ca. 347.000 €.
Bei Doppelhaushälften und Reihenendhäusern liegt der Mittelwert bei ca. 295.000 €.
Eigentumswohnungen:
Der Absatz ging um etwa 11 % zurück (knapp über 300 Einheiten).
Der Wohnungsverkauf ist für viele Interessenten ein wichtiges Thema, denn Neubauwohnungen erreichten Preise von rund 3.810 €/m² (bei ca. 77 m²), während ältere Wohnungen (etwa 30 Jahre alt) für ca. 2.250 €/m² gehandelt wurden.
Trotz leichter Preisrückgänge liegen die Preise bei Wohnimmobilien immer noch rund 45 % über dem Niveau von 2018 – ein Beleg für die anhaltende Wertsteigerung in der Region.
Landwirtschaftliche Flächen und regionale Unterschiede
Auch der Markt für landwirtschaftliche Flächen zeigt regionale Besonderheiten, die das Gesamtbild abrunden:
Rund 78 Ackerflächen wechselten 2024 den Besitzer.
Im Durchschnitt wurden ca. 13,50 €/m² gezahlt, wobei in Ahaus sogar Preise bis zu 15,50 €/m² erreicht wurden.
In Gronau und Epe ist ein leichter Preisrückgang zu verzeichnen, während Werte in Gemeinden wie Rhede, Stadtlohn und Velen stabil geblieben sind.
Kritische Marktbeobachtung: Überhöhte Immobilienpreise und irreführende Versprechungen
Die aktuellen Zahlen bestätigen zudem, dass viele Immobilienmakler in der Region häufig Immobilien zu hoch einpreisen. Mit unrealistischen Versprechungen übernehmen sie Aufträge – in der Annahme, dass der anfänglich angesetzte Preis später noch reduziert werden könne. Diese Vorgehensweise kann zu erheblichen finanziellen Schäden für den Verkäufer führen. Wer seine Immobilie in Gronau oder Umgebung verkaufen möchte, sollte daher auf eine realistische Immobilienbewertung und transparente Wertermittlung achten. Genau hier setzt Westfalen Wohnen an, um Eigentümern eine fundierte Marktanalyse und eine professionelle Beratung zu bieten.
Fazit: Stabiler Markt mit Handlungsbedarf
Zusammengefasst zeigt der Immobilienmarkt 2024 im Kreis Borken ein gemischtes Bild:
Weniger Verkäufe und stabiler Umsatz: Trotz rückläufiger Transaktionen bleibt der Geldfluss hoch – ein wichtiges Signal für Immobilienmarkt im Kreis Borken 2024.
Angespannter Baulandmarkt: Der Verkauf von Baugrundstücken befindet sich auf einem historischen Tiefstand, während die Preise stabil bleiben.
Differenzierte Entwicklungen bei Wohnimmobilien: Leichte Preisrückgänge bei Häusern stehen weiterhin hohen Preisen, insbesondere bei Neubauwohnungen, gegenüber.
Regionale Unterschiede bei Ackerflächen: Diese unterstreichen die heterogene Marktsituation im Münsterland.
Für alle, die ihre Immobilie in Gronau oder Umgebung verkaufen möchten, empfehlen wir, sich umfassend beraten zu lassen – beispielsweise durch eine kostenlose Immobilienbewertung. So können Sie sicherstellen, dass Sie als Verkäufer realistische Preise erzielen und teure Fehlkalkulationen vermeiden.
Zum nachlesen: Hier geht zur offiziellen Mitteilung des Kreises Borken